PV Ertragsrechner

Mit dem WattNavi PV-Ertragsrechner kannst du den möglichen Jahresertrag einer Dach-Photovoltaikanlage grob abschätzen. Grundlage sind Anlagengröße, spezifischer Jahresertrag, Ausrichtung, Verschattung und zusätzliche Systemverluste.

WattNavi Rechner

Photovoltaik-Ertrag grob berechnen

Schätze den Jahresertrag einer Dach-PV-Anlage aus Anlagengröße, standortbezogenem spezifischem Ertrag, Ausrichtung, Verschattung und zusätzlichen Systemverlusten.

kWp
kWh/kWp
Nutze möglichst einen standortbezogenen Wert, zum Beispiel aus PVGIS. Wenn dieser Wert Verluste bereits enthält, setze zusätzliche Systemverluste unten auf 0 %.
Vereinfachter Vergleichsfaktor, keine standortgenaue Strahlungssimulation.
%
Zum Beispiel Temperatur-, Leitungs-, Umwandlungs- und sonstige Verluste, soweit sie nicht schon im spezifischen Ertrag stecken.
Geschätztes Ergebnis
6.840kWh Jahresertrag
855kWh/kWp effektiv
570kWh Monatsdurchschnitt rechnerisch
7.600 kWhReferenz vor Ausrichtungs-, Verschattungs- und Zusatzverlusten
Wichtig: Das Ergebnis ist eine Planungsnäherung. Dachgeometrie, lokaler Horizont, Modul- und Wechselrichterdaten, Temperatur, Verschmutzung, Clipping und reale Wetterjahre können den tatsächlichen Ertrag verändern.

Was der PV-Ertragsrechner berechnet

Der Rechner multipliziert die installierte Leistung deiner Anlage in kWp mit einem standortbezogenen spezifischen Jahresertrag in kWh/kWp. Danach werden vereinfachte Faktoren für Ausrichtung, Verschattung und zusätzliche Verluste berücksichtigt.

Was bedeutet kWp?

kWp steht für Kilowatt-Peak und beschreibt die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen. Eine Anlage mit 8 kWp besteht beispielsweise aus Modulen, deren Nennleistungen zusammen 8.000 Wp ergeben.

Was ist der spezifische Jahresertrag?

Der spezifische Jahresertrag zeigt, wie viele Kilowattstunden eine PV-Anlage pro installiertem kWp in einem Jahr ungefähr erzeugt. Er hängt vor allem von Standort, Einstrahlung, Dachausrichtung, Neigung und Verschattung ab.

Für eine möglichst realistische Eingabe solltest du einen standortbezogenen Wert nutzen. Geeignet ist zum Beispiel eine Simulation mit dem europäischen PVGIS. Wenn der dort verwendete Wert bereits Systemverluste berücksichtigt, solltest du im WattNavi-Rechner zusätzliche Verluste nicht doppelt ansetzen.

Warum ist die Ausrichtung wichtig?

Eine günstig ausgerichtete Fläche liefert im Jahresmittel meist mehr Strom als eine deutlich ungünstigere Dachfläche. Süd ist jedoch nicht automatisch die einzig sinnvolle Lösung. Ost-West kann die Erzeugung stärker auf Morgen und Nachmittag verteilen und dadurch gut zum Haushaltsverbrauch passen.

Für detaillierte Montagevergleiche kannst du zusätzlich den WattNavi Ausrichtungsrechner verwenden.

Wie wirkt sich Verschattung aus?

Kamine, Bäume, Nachbargebäude oder Dachaufbauten können den Ertrag reduzieren. Teilverschattung wirkt in der Praxis komplexer als ein einfacher Prozentabzug, weil Modulverschaltung, Bypass-Dioden und Wechselrichtertechnik mitentscheiden.

Der Rechner verwendet deshalb bewusst nur einen groben Verschattungsfaktor.

Was sind zusätzliche Systemverluste?

Zwischen der theoretisch verfügbaren Solarenergie und dem tatsächlich nutzbaren Wechselstrom entstehen Verluste. Dazu können unter anderem Temperatur, Leitungen, Wechselrichter, Verschmutzung, Mismatch und zeitweise Leistungsbegrenzung beitragen.

Wichtig: Wenn dein eingegebener spezifischer Jahresertrag diese Effekte schon enthält, setze den zusätzlichen Verlustwert möglichst niedrig oder auf 0 Prozent, damit du Verluste nicht doppelt abziehst.

Beispielrechnung

Bei 8 kWp Anlagengröße und 950 kWh/kWp spezifischem Jahresertrag ergibt sich zunächst ein Referenzwert von 7.600 kWh pro Jahr. Der endgültige Rechnerwert hängt anschließend von Ausrichtung, Verschattung und zusätzlichen Verlusten ab.

Warum ist der Monatsdurchschnitt nur eine Rechengröße?

Der ausgegebene Monatsdurchschnitt ist Jahresertrag geteilt durch zwölf. Er bedeutet nicht, dass eine PV-Anlage jeden Monat gleich viel produziert. In Deutschland liegen Sommermonate deutlich über Wintermonaten.

Wie genau ist das Ergebnis?

Der Rechner ist für eine schnelle Plausibilitätsprüfung gedacht, nicht als Bank-, Finanzierungs- oder Ertragsgutachten. Reale Wetterjahre, lokaler Horizont, Dachgeometrie, Modultemperaturen und konkrete Geräte können das Ergebnis verändern.

Wann solltest du PVGIS oder eine Fachplanung nutzen?

  • wenn die Dachfläche teilweise verschattet ist
  • wenn mehrere Dachseiten kombiniert werden
  • wenn du Ertragsprognosen für Finanzierung oder Wirtschaftlichkeit brauchst
  • wenn Batteriespeicher, Wärmepumpe oder Wallbox mitgeplant werden
  • wenn Netzanschluss oder Wechselrichterauslegung noch offen sind

Ertrag und Wirtschaftlichkeit zusammen betrachten

Ein hoher Jahresertrag ist wichtig, aber für die Wirtschaftlichkeit zählt auch, wie viel Strom du selbst nutzt und wie viel eingespeist wird. Deshalb solltest du den berechneten Jahresertrag anschließend in den Photovoltaik-Amortisationsrechner übernehmen.

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